Richard Semon dachte:
Das Gedächtnis muss eine physische Grundlage haben. Im Nervensystem muss sich etwas verändern.
Nach langen Studien kam er zu einer neuen Idee:
Es muss eine Spur im Nervensystem geben.
Das Engramm – die verborgene Spur
Semon wusste nicht genau, woraus diese Spur bestand. Deshalb gab er ihr einen Namen:
Engramm – das ist Griechisch und bedeutet „geschrieben“ oder „innen gespeichert“.
Obwohl die Forscher damals nicht über die fortschrittlichen Instrumente verfügten, die wir heute haben, gelangte Semon zu einer wichtigen Erkenntnis:
Ein Engramm entsteht, wenn ein Mensch einem körperlichen oder psychischen Trauma ausgesetzt ist.
Er arbeitete eng mit Ernst Haeckel zusammen, der meinte, dass die Natur selbst eine Art Gedächtnis habe.
Gemeinsam gelangten sie zu einer einfachen, aber tiefen Erkenntnis:
Erlebnisse verschwinden nicht. Sie werden zu Spuren im Nervensystem, die später wieder aktiviert werden können.
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Von der Spur zum Signal
Nach der Zeit von Semon und Haeckel wurde weltweit weiter geforscht.
Langsam wurde deutlich, dass ein Engramm nicht nur eine passive Spur ist.
Es ist ein aktives, lebendiges Signalmuster im Nervensystem.
Das bedeutet, dass ein Engramm:
- den Körper ständig beeinflusst
- „Wellen“ durch das System sendet
- Symptome weit entfernt vom ursprünglichen Trauma auslösen kann
- das autonome Nervensystem beeinflusst
- Rhythmus, Spannung und Funktion im Körper verändert
Das kann sich unter anderem zeigen als:
- veränderte Atmung
- Probleme beim Gehen
- Beeinträchtigung der Sprache
Von der Theorie zur Praxis
Ich bin eher Handwerker als Wissenschaftler.
Mein Hintergrund ist elektronisch – unter anderem von Bang & Olufsen und aus meiner eigenen Lautsprecherfabrik.
Deshalb stammen meine Entdeckungen nicht nur aus der Theorie, sondern aus vielen Jahren praktischer Arbeit, Beobachtungen und Tests.
Hier wird ein wichtiges Verständnis deutlich:
Nach Einsteins Forschung wissen wir, dass alles im Universum Energie ist.
Alles schwingt. Alles bewegt sich.
Vom kleinsten Teilchen bis zur größten Galaxie gibt es ein grundlegendes gemeinsames Prinzip: Alles vibriert.
Jede Galaxie, jeder Planet, jede Zelle, jeder Nerv, jedes Atom vibriert und sendet Wellen aus.
Wenn sich diese Wellen in Rhythmus und Ordnung bewegen, entsteht Harmonie – das, was wir als Gesundheit erleben.
Wenn der Rhythmus gebrochen wird, entsteht Disharmonie – das, was wir als Krankheit erleben.
Harmonische und disharmonische Wellen
Wir können daher von zwei Arten von Signalen im Körper sprechen:
- Harmonische Wellen → Balance und Gesundheit
- Disharmonische Wellen → Störung und Krankheit
Ein Engramm ist nicht nur eine Erinnerung.
Es ist ein elektrisches Wellenmuster im Nervensystem.
Wenn dieses Muster harmonisch ist, funktioniert der Körper normal.
Wenn es jedoch disharmonisch wird – zum Beispiel nach einem Trauma –, kann es Krankheit verursachen.
Wenn sich das Muster immer wieder wiederholt, kann der Körper „feststecken“.
So entstehen chronische Probleme.
Was passiert bei einem Trauma?
Wenn wir ein Trauma erleben – einen Unfall, eine Operation oder einen Schock –, entsteht ein starker elektrischer Impuls in einem Netzwerk von Nervenzellen.
Einige dieser Zellen werden überempfindlich.
Sie „bleiben“ in einem Alarmzustand hängen.
Das hinterlässt ein Engramm (eine Spur).
Aber ein Engramm ist keine Narbe.
Es ist keine Gewebeschädigung.
Es ist ein elektrisches Muster – eine disharmonische Welle im Nervensystem
Selbst wenn der Körper geheilt ist, kann dieses Muster weiterlaufen, wie eine falsche Melodie, die sich wiederholt.
Das zeigt sich als:
- wiederkehrende Schmerzen
- Verspannungen
- Unruhe
- Symptome, die nie ganz nachlassen
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Die entscheidende Erkenntnis
Viele chronische Probleme können durch solche elektrischen Spuren aufrechterhalten werden.
Aber das Wichtigste ist: Wenn wir das „Rauschen“ entfernen, kann das System zurück ins Gleichgewicht finden.
Behandlung – Veränderung des Signals
Ein Engramm ist nicht nur ein Gedächtnis.
Es ist eine biologische Aktivität, die den Körper steuert – und die wir beeinflussen können.
In AcuNova 2.0 arbeiten wir direkt damit.
Die Behandlung erfolgt immer an einem Gelenk.
Wenn die Nadel korrekt gesetzt wird:
- werden Signale in das zentrale Nervensystem gesendet
- werden die Segmente beeinflusst
- wird die „Melodie“ des Engramms verändert
Und wenn sich das Signal verändert … verändert sich das Symptom.